Brand im Renthof – Bürgermeister Börner ist bestürzt

Presse

Presseerklärung des Bürgermeisters vom 20. Oktober 2015

 

Gudensberg. Am Abend des 19. Oktober ist der sogenannte Renthof in der Gudensberger Altstadt niedergebrannt. Die Einsatzkräfte waren die gesamte Nacht hindurch im Einsatz. Zwölf Menschen sind bei dem Brand verletzt worden, fünf davon schwer.

„Ich bin tief betroffen von der Situation und dem persönlichen Leid der Menschen, die in dem abgebrannten Haus gewohnt haben“, erklärte Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner. „Mein großer Dank gilt allen Helfern. Die Einsatzkräfte waren vorbildlich organisiert und haben eine hervorragende Arbeit geleistet“, stellte Börner weiter fest, der – ebenso wie Landrat Winfried Becker – auf dem schnellsten Weg zur mobilen Leitzentrale kam, die die Feuerwehr am „Alten Markt“ unterhalb der Stadtkirche stationiert hatte.

Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Stadtbrandinspektor Verdy Ryffel und Kreisbrandmeister Michael von Bredow koordinierten die Lösch- und Hilfsarbeiten. Die Gudensberger Feuerwehren hatten dabei Unterstützung von Feuerwehren aus umliegenden Städten und Gemeinden. Durch den schnellen und effektiven Einsatz konnte verhindert werden, dass der Brand in der eng bebauten Altstadt auf benachbarte Gebäude übergriff.

Mehrere Notärzte waren vor Ort und kümmerten sich mit den Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) um die Verletzten, die in die Kliniken nach Fritzlar und Kassel gebracht wurden. Zahlreiche weitere Helfer, z.B. Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW), Malteser Hilfsdienst sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Bauhofes und der Stadtverwaltung waren ebenfalls im Einsatz.

In kürzester Zeit wurde durch das DRK im Bürgerhaus eine Notunterkunft für obdachlos gewordene Personen eingerichtet. Die Stadt Gudensberg organisierte am darauffolgenden Dienstag die Unterbringung der Personen in Wohnungen. In dem Haus wohnten viele ausländische EU-Bürger, davon ein Mitarbeiter der Gudensberger Firma Plukon sowie acht Mitarbeiter von bei Plukon tätigen Fremdfirmen. Noch am Abend des Brandes hat sich die Betriebsleitung der Firma Plukon dafür eingesetzt, diesen Personen unmittelbar und unbürokratisch zu helfen.

Praktische Hilfe leistet auch der „Arbeitskreis Willkommen“ aus Gudensberg. Die Initiative ehrenamtlicher Helfer, die in Gudensberg ausländische Mitbürger betreut, hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Gudensberg spontane Hilfeleistung organisiert: In den derzeit als „Boxcamp“ der Stadtjugendpflege genutzten Räumen in der Rathausgasse wird Kleidung u.ä. an die Betroffenen ausgegeben, die bei dem Brand ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.

„Wir hoffen nun natürlich, dass die verletzten Personen schnell wieder genesen. Ich werde die Verletzten persönlich besuchen und möglichst heute noch mit allen Betroffenen sprechen“, erklärte Bürgermeister Börner. Die Brandursache ist noch nicht festgestellt. Die Kriminalpolizei hat noch am Abend des Brandes mit den Ermittlungen begonnen.